Das Hollandrad ist ein Fahrrad, dass robust -und sehr bequem ist

Hollandrad

Das Hollandrad für die bequeme fortbewegung

Wenn es in Europa eine Nation gibt, die sich mit Radfahren auskennt, dann wohl die Niederlande. Die Holländer müssen demnach wissen, wie und womit man sich am besten fortbewegt oder „fietst“, wie sie sagen. Vielleicht mit einem Hollandrad – das ist zwar schwer und etwas ungelenk, dafür aber äußerst robust und bequem. Eigentlich stammt es aus England und ist ein Tourenrad, das Charakter hat und sich auch in der Stadt bewährt, wenn man es nicht „multimodal“ in Bussen und Bahnen benutzen möchte.

Für Robustheit und Komfort sorgen ein umlaufender Vollkettenschutz, eine Hinterrad-Seitenverkleidung, ein aufwendig gefederter Sattel und ein um etwa 65 Grad geneigter, breiter Lenker, der einen hervorragenden Geradeauslauf bewirkt. Der Lenker selbst ist nah am Körper, was für eine aufrechte, bequeme Sitzhaltung sorgt, und Arme und Hände entlastet. Eine klobige Klingel dient zum Grüßen und zur Warnung.

Weil Steigungen in den Niederlanden äußerst selten sind, kommt das Hollandrad mit einer Drei- oder Fünfgang-Nabenschaltung aus, die praktisch wartungsfrei ist. Aus demselben Grund mutet die Bremsanlage eher archaisch an: In den Niederlanden verkaufte Modelle verfügen über keine Rücktrittbremse, stattdessen über Trommelbremsen, die per Stange betätigt werden. Auch bei der Beleuchtung gehen die Niederländer eigene Wege klassisch: mit einem Felgen-Dynamo für den Scheinwerfer und einem batteriebetriebenen Rücklicht.

Zum Hollandrad wird das gemütliche Fahrrad durch den klassischen „Hollandbogen“ mit einem geraden Unterrohr und einem gebogenen Oberrohr. Der Einstieg ist dadurch besonders bequem und praktisch, wenn man in der Stadt oft auf- oder absteigen muss. Wer Wert auf eine Herren-Ausführung legt, bekommt das Hollandrad auch mit dem typischen Diamantrahmen. Auch der massive Gepäckträger ohne Klemmbügel ist ein typisches Merkmal. Zu Befestigung dienen hier Gummibänder.