Ein Liegerad ist ein Fahrrad, dass den Liegecomfort mit dem Fahrrad fahren kombiniert.

Liegerad

Das Liegerad bequem und schnell

Einem Liegerad sieht man an, dass es bequemer als ein gewöhnliches Fahrrad sein muss, aber dass es – mit etwas Übung – auch einfach zu fahren ist und enorm schnell unterwegs sein kann, wissen nur wenige. Die Sitzposition reduziert nämlich den Luftwiderstand, der sonst durch die Beine entsteht, um bis zu 30 Prozent. Die gestreckte Sitzposition und die kleinere Stirnfläche erzeugen zudem weniger bremsende Luftwirbel. Ein klarer Vorteil bei höherer Geschwindigkeit in der Ebene und bergab. Bergauf kann ein Elektromotor helfen, der bei vielen aktuellen Liegeradmodellen bereits integriert ist oder nachgerüstet werden kann.

Die Idee, liegend Rad zu fahren, hatten wohl französische Tüftler bereits 1880er Jahren. Zuvor war der revolutionäre Kettenantrieb erfunden worden, der die langgestreckten Gefährte, bei denen die Pedale vorne angebracht sind, überhaupt erst möglich machte. Das erste Serienmodel aus dem Jahr 1914 stammte von Peugeot, und 1933 erzielte ein Velocar aus den USA den ersten Geschwindigkeitsrekord für Fahrräder mit über 45 km/h. auf ebener Strecke. 1986 wurden unglaubliche 100 km/h erreicht.

An den Liegerädern wurde immer wieder getüftelt, so dass der Enthusiast die Wahl zwischen zahlreichen Varianten hat, die sich vor allem in der Sitz- bzw. Liegeposition unterscheiden. Am beliebtesten sind sogenannte Kurzlieger, bei denen sich das Tretlager vor dem Vorderrad befindet. Sie haben eine Sitzhöhe von etwa 40 bis 60 cm und bieten mit ca. 45° eine mäßige Rückenlage. Erstaunlich ist die Tragfähigkeit der bis zu fünf anbringbaren Fahrradtaschen.

Ein Problem bleibt bei aller Raffinesse: Die niedrigen Gefährte können von Autofahrern leicht übersehen werden. Die häufig anzutreffenden Fahnenstangen sollen das beheben, haben aber den Charakter eines Provisoriums.

Mit dem Liegerad schnell und bequem unterwegs, da man deutlich weniger Luftwiderstand erzeugt durch die Liegende Position.