Ein Pedelec ist ein Fahrrad, dass den Fahrer mit seinem Elektromotor unterstützt. Die Reichweite beträgt ca. 50 bis 100 Kilometern.

Pedelec

Das Pedelec als umweltfreundliche Alternative zum Auto oder zum ÖPNV

Die Zeiten, da Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor noch als unsportlich verschrien und deren Besitzer von „richtigen  Fahrradfahrern“ mitleidsvoll belächelt wurden, sind längst vorbei.

Seit ihrer Markteinführung Anfang der 90er Jahre erfreuen sich Pedelecs rasant zunehmender Beliebtheit. Bewohner topographisch anspruchsvoller Regionen mit zahlreichen zu überwindenden Steigungen und besonders auch ältere Menschen steigen immer öfter auf Pedelecs um – als umweltfreundliche Alternative zum Auto oder zum ÖPNV oder einfach, weil es Spaß macht.

Ein Pedelec verfügt über einen leistungsstarken, akkubetriebenen Elektromotor, der die Tretleistung seines Fahrers unterstützt, sobald und solange dieser in die Pedale tritt. Die maximale Nennleistung des Antriebs beträgt 250 Watt, die zulässige Geschwindigkeit von 25 km/h kann nur durch stärkeres Treten oder beim Bergabfahren erreicht werden. Anders als bei einem E-Bike sind bei einem Pedelec kein Führerschein und keine Betriebserlaubnis erforderlich. Eine Helmpflicht besteht ebenso wenig.

Mit einer Reichweite von 50 bis 100 Kilometern pro Akkuladung eignen sich Pedelecs nicht nur fürs Einkaufen in der Stadt, sondern auch für Tagesausflüge oder den Fahrradtourismus. Ab 600 Euro sind bereits einfache elektrische Citybikes erhältlich, exklusivere Modelle können 12.000 Euro und mehr kosten.

Angetrieben werden Pedelecs entweder von einem Tretlagermotor oder einem Nabenmotor. Während bei einem Tretlagermotor die Kraft des Fahrers und des Motors über die Pedale direkt auf die Fahrradkette übertragen wird, sitzt der Nabenmotor in einem der beiden Laufräder und kann beim Bergabfahren die erzeugte Energie in Strom umwandeln und zurück in den Akku speisen.

Dass Antrieb, Akku, Rahmen und Räder häufig stärker ausfallen, und Pedelecs, wenn sie nicht gerade aus teurem Carbon gefertigt werden, ein paar Kilo mehr auf die Waage bringen, wird durch den elektrischen Antrieb mehr als kompensiert, spielt aber beim Transport in Bussen und Bahnen oder auf dem Autodach sicher eine Rolle.

Pedelecs gibt es längst in allen gängigen Fahrradvarianten, als Cityrad, Touring- oder Trekkingrad, als Mountainbike, Rennrad oder Klapprad. Elektrisch unterstützte Lastenräder befördern mühelos Kinder oder transportieren Lasten und lassen sich gewerblich nutzen.

Rein mechanische Fahrräder lassen sich durch den Einsatz eines Laufrades mit Nabenmotor in Pedelecs verwandeln, vorausgesetzt man findet einen Platz für den erforderlichen Akku, beispielsweise am Gepäckträger.

Neben den normalen Pedelecs gibt es auch S-Pedelecs. Diese Fahrzeuge sind mit einem deutlich stärkeren, 500 Watt-Elektromotor ausgestattet und erreichen deutlich mehr als 25 km/h. Erkennbar sind sie, wie E-Bikes, an einem kleinen rückseitigen Nummernschild, das ihre Versicherungspflichtigkeit anzeigt.

Ein Pedelec ist eine hervorragende Alternative zu einem PKW, wenn man sich in der näheren Umgebung fortbewegen will.