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Fahrradtypen – das passende Rad auswählen

Wer ein neues Fahrrad kaufen möchte, der steht heute vor einer riesigen Auswahl. Bereits bei Rädern für die Stadt oder für Touren gibt es viele verschiedene Varianten. Hinzu kommen zahlreiche Fahrradtypen für spezielle Einsatzbereiche in Alltag, Sport und Freizeit. Wir geben Ihnen einen ersten Überblick, welches Rad zu welchen Anforderungen passt.

Zahlreiche Radtypen für vielerlei Anforderungen

Fahrräder gibt es erst seit etwa 200 Jahren. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahmen sie die heute bekannte Form mit zwei Rädern und Kettenantrieb am Hinterrad an. Neben diesem klassischen Universalfahrrad gab es lange Zeit praktisch nur das Rennrad. Mit zunehmender Freizeit- und Fitnessorientierung wollen jedoch seit den 1960er-Jahren immer mehr Menschen das Fahrrad auch in diesen Bereichen nutzen. Das führte zur Entwicklung vieler neuer Fahrradtypen, darunter moderne Klassiker wie das Mountainbike oder das BMX-Rad. Noch immer kommen neue Typen für spezielle Anforderungen hinzu. Seit der Jahrtausendwende wird die große Auswahl noch durch zahlreiche E-Bike-Varianten ergänzt.

So sind heute die verfügbaren Fahrradtypen so verschieden wie die Fahrer. Ob als Begleiter für den Alltag, für sportliche Höchstleistungen oder als Hingucker – für fast jede Anforderungen gibt es das passende Fahrrad. Die Auswahl des Modells richtet sich vor allem nach dem Profil der Fahrstrecken und nach der Bodenbeschaffenheit. Gleichzeitig spielen Komfort, Transportmöglichkeiten, Handhabung und Optik eine wichtige Rolle. Im Wesentlichen lassen sich Fahrradtypen in zwei Gruppen einteilen: Begleiter für jeden Tag wie City- oder Trekkingräder und Modelle, die für einen speziellen Einsatzbereich entwickelt wurden, etwa Rennräder oder BMX-Räder.

Zuverlässige Begleiter für den Alltag

Wer überwiegend auf kurzen Stadtstrecken fährt, ist mit einem Cityrad gut beraten. Diese Räder sind mit kompletter Beleuchtung, Bremse für Vorder- und Hinterrad und Klingel voll straßenverkehrstauglich nach StVZO. Mit ihrer aufrechten Sitzposition, dem tiefen Einstieg und dem weich gepolsterten Sattel sind sie auch das Richtige für Menschen, die viel Wert auf Komfort legen. Das ähnlich aufgebaute Hollandrad ist sogar noch etwas bequemer und gilt als besonders wartungsarm.

Für Individualisten kann auch ein Fixie eine Alternative in der Stadt sein. Diese Räder haben nur einen Gang und eignen sich daher am besten für ebene Strecken. Durch den Verzicht auf Bauteile sind sie besonders leicht. Zudem überzeugen sie mit ihrem minimalistischen Aussehen.

Soll das Rad nicht nur in Ortschaften, sondern auch auf mittelgroßen Touren oder unbefestigten Wegen zum Einsatz kommen, empfiehlt sich ein Trekkingrad. Genau wie das Cityrad ist es voll straßenverkehrstauglich. Mit stärker profilierten Reifen, vielen Gängen und meist auch einer Federgabel bewältigt es jedoch auch verschiedene Untergründe und steilere Anstiege.

Fahrräder für besondere tägliche Aufgaben

Der Alltag stellt oft besondere Anforderungen an das Fahrrad, etwa wenn dieses häufig zum Transport genutzt wird oder wenn Handlichkeit gefragt ist. Hier gibt es mit dem Lastenrad und dem Klapprad zwei interessante Fahrradtypen.

Lastenräder sind vor allem bei Familien sehr beliebt. Sie verfügen vorn, hinten oder in der Mitte über eine große Transportbox. Damit lassen sich mehrere Kinder ebenso leicht befördern wie der Großeinkauf. Auch für mobile Händler und Gewerbetreibende kann dieser Fahrradtyp eine interessante Option sein. Er ist mit zwei oder drei Rädern erhältlich.

Ein Klapprad, auch Faltrad genannt, eignet sich vor allem für Menschen, die ihr Fahrrad öfter an verschiedenen Orten einsetzen. Dafür lassen sich die Räder mit wenigen Handgriffen auf eine erstaunlich kompakte Größe reduzieren. Daher sind Klappräder beliebt bei Pendlern, die das Fahrrad für den Transport in Bus und Bahn einfach zusammenklappen. Auch Urlauber können ihr Rad so platzsparend an den Zielort mitnehmen.

Sportliche Fahrräder für Gelände und Asphalt

Für Sport und Fitness haben Fahrradkäufer die Wahl zwischen Mountainbikes, BMX-Rädern, Rennrädern und einigen Mischformen.

Wer gern Abenteuer im Gelände erlebt, benötigt ein Mountainbike. Dessen Federgabel dämpft Stöße ab und die breiten Reifen sorgen für mehr Griff im Matsch. Dank der speziellen Übersetzung kommen Mountainbikes auch steile Hügel hinauf. Für unbefestigte Wege reicht meist die vorn gefederte Hardtail-Variante aus. Im anspruchsvollen Gelände sollte es besser ein Fully-Mountainbike sein, welches vorn und hinten gefedert ist. Beide Typen sind mit entsprechender Zusatzausstattung auch für die Straße geeignet.

BMX-Räder spielen ihre Stärken vor allem auf präparierten Pisten und Stuntstrecken aus. Sie sind äußerst robust und verfügen über einige besondere Komponenten. So ermöglichen ein rundum drehbarer Lenker und Standpedale am Vorderrad vielerlei spektakuläre Tricks und Stunts.

Hohe Geschwindigkeiten auf asphaltierten Strecken sind die Spezialität des Rennrads. Von den schmalen Reifen über die gestreckte Sitzposition bis hin zum niedrigen Gewicht ist es auf einen geringen Luftwiderstand und eine hohe Leistung ausgelegt. So sind Rennräder die passende Wahl für Sportbegeisterte, die sich auf dem Rad richtig auspowern wollen. Mittlerweile gibt es mit Fitnessbikes und Gravelbikes auch Varianten für leichtes Gelände, die einige Eigenschaften von Mountainbikes aufweisen.

Fahrräder für Liebhaber des Besonderen

Neben den gängigen Fahrradtypen gibt es eine ganze Reihe von eher außergewöhnlichen Modellen. Ob interessante Optik oder einzigartiges Fahrgefühl – die Gründe für den Kauf eines solchen Fahrrads sind vielfältig.

Mit einem Bonanza-Rad oder mit dem verwandten Beachcruiser sind dem Fahrer bewundernde Blicke garantiert. Beide zeichnen sich durch auffällige Formen und Farben, eine niedrige Sitzhöhe und ein besonderes Fahrgefühl aus. Auch die stylischen Café-Racer sind mit ihrer minimalistischen Optik und den Retro-Farben ein Hingucker.

Wer beim Radfahren ein starkes Gemeinschaftsgefühl erleben will, der entscheidet sich vielleicht für ein Tandem. Hier treten zwei oder mehr Personen gemeinsam in die Pedale. Das erhöht die Geschwindigkeit und verbessert gleichzeitig die Kommunikation. Es gibt sogar eine Version zum Nebeneinanderfahren.

Auch Liegeräder kombinieren ein außergewöhnliches Fahrgefühl mit einem auffälligen Aussehen. Durch die liegende Fahrposition sind sie besonders komfortabel und haben einen geringen Luftwiderstand. So eignen sie sich auch gut für längere Touren.

Zusätzliche Elektro-Kraft für jede Anwendung

Für alle, die bei der Fahrt gern auf zusätzliche Kraft zurückgreifen, gibt es die meisten Fahrradtypen mittlerweile auch als E-Bike oder Pedelec. Während der Motor bei Pedelecs nur beim Tritt in die Pedale unterstützt, fahren echte E-Bikes auch ohne Muskelkraft. Da solche E-Bikes jedoch in der Regel eine Betriebserlaubnis und ein Kennzeichen benötigen, sind Pedelecs deutlich häufiger anzutreffen. Sie liefern die notwendige Unterstützung für lange Touren, helfen als E-Mountainbike beim Erklimmen von Hügeln und ermöglichen Senioren mehr Mobilität.

Fahrräder für Frauen, Männer und Kinder

Prinzipiell eignen sich alle genannten Fahrradtypen für Frauen und für Männer. Wegen der unterschiedlichen Anatomie gibt es jedoch auch Damenfahrräder mit speziellen Eigenschaften. Sie besitzen in der Regel einen kleineren Rahmen, kommen ohne Oberrohr aus und haben einen tieferen Einstieg. Die Unterscheidung in Damen- und Herrenräder tritt jedoch zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen ist die Mehrzahl der Räder heute als Unisex-Modell für beide Geschlechter ausgelegt.

Bei Kindern richtet sich die Auswahl des passenden Fahrrads hauptsächlich nach der Körpergröße. Erste Fahrversuche unternehmen die Kleinen mit etwa drei Jahren. Dann eignet sich als Einstieg ein Kinderfahrrad mit einer Größe von 12 bis 14 Zoll. Jugendliche können meist schon die Räder in Erwachsenengrößen fahren.

Die Art der Nutzung bestimmt den Fahrradtyp

Der passende Fahrradtyp ergibt sich immer aus dem geplanten Einsatzbereich. Ist dieser eher vielfältig, aber nicht zu extrem, ist oft ein Trekkingrad eine gute Wahl. Wer ausschließlich in der Stadt fährt, für den empfiehlt sich ein Cityrad, alternativ auch ein Fixie oder Lastenrad. Sportler sollten das jeweils passende Spezialfahrrad wählen – ob Rennrad, Mountainbike oder BMX-Rad. Ein E-Bike oder Pedelec ist bei Bedarf eine gute Unterstützung bei ganz verschiedenen Anforderungen.

>> Überblick der gängigen Fahrradtypen<<

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